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Der Alois wird umringt aber nicht wie gewollt..

  • agv-dachverband
  • 8. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Wer über den Gmünder Marktplatz schlendert, sieht ihn sofort: Unseren Alois. Normalerweise ist er ein beliebtes Fotomotiv und der stolze Mittelpunkt unserer AGV-Tradition. Doch momentan bietet die Bronzestatue ein Bild, das viele Gmünder schmerzt. Der Alois steckt in der Klemme – buchstäblich.

Zwischen Beton und Biergarten

Die aktuelle Situation auf dem Marktplatz sorgt für erhitzte Gemüter. Auf der einen Seite drückt ein massives Beton-Gegengewicht eines Baukrans gegen das Denkmal, auf der anderen Seite rückt die Außengastronomie dem Alois immer dichter auf die Pelle. Das Ergebnis? Unser Stadtsymbol wirkt eher wie ein "Abstellgleis" als wie ein Ehrendenkmal.

SPD-Stadtrat und AGV-Dachverbands-Chef Gerhard Bucher fand dazu im Verwaltungsausschuss deutliche Worte: Er fordert mehr Respekt! Es könne nicht sein, dass die Figur als Kleiderständer, Klettergerüst oder Ablagefläche für Hüte und Biergläser zweckentfremdet wird.

Die Not der Gastronomie

Doch wie so oft hat die Medaille zwei Seiten. Arian Röhrle, Betreiber des benachbarten „Bührs“, ist selbst unglücklich mit der Situation. Da sein eigenes Lokal derzeit eingerüstet ist, bleibt ihm für den überlebenswichtigen Außenbetrieb kaum Spielraum. Dass die Tische so nah an den Alois gerückt sind, geschah in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung – eine Notlösung, um den Betrieb im Frühjahr überhaupt aufrechtzuerhalten.

Die Stadtverwaltung: Appell statt Gesetz

Erster Bürgermeister Christian Baron hat angekündigt, das Gespräch mit den Wirten zu suchen, um die Bestuhlung besser zu regeln. Gleichzeitig dämpfte er jedoch die Erwartungen: „Respekt“ könne man zwar appellieren, aber als Verwaltung nicht per Dekret erzwingen.

Warum das Ganze gerade jetzt so wichtig ist

Wir stehen unmittelbar vor der Hochphase der Gmünder Traditionen. Bereits am 9. Mai startet das „Alois Spielen“ in seine 25. Sommersaison. Und am 12. und 13. Juni feiert die Stadt das große Jahrgangsfest der 40er bis 80er Jahre.

Spätestens dann muss der Alois wieder frei atmen können! Die gute Nachricht: Die Baustelle und der Betonklotz sollen laut Stadtsprecher Markus Herrmann in spätestens drei Wochen verschwinden.

Unser Fazit

Wir lieben das Leben auf dem Marktplatz und gönnen jedem Gastronomen seinen Erfolg. Aber der Alois ist mehr als nur Deko – er ist ein Stück Heimat und immaterielles Kulturerbe. Hoffen wir, dass bis zum Start der AGV-Saison wieder die nötige Distanz und der verdiente Respekt einkehren, damit der Gruß „Grüß di Gott, Alois“ nicht vor einer Kulisse aus Absperrgittern verhallt.

Wie seht ihr das? Ist der Umgang mit dem Alois aktuell okay oder muss die Stadt hier strenger durchgreifen? Schreibt es uns in die Kommentare!



 
 
 

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